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Mainz. „Dreifach christlich. Einfach menschlich.“ Unter diesem Motto waren in Rheinland-Pfalz die beiden Verbände KAB und Kolping zu den Sozialwahlen 2017 angetreten. Nun stehen die Ergebnisse fest. Martin Plail, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA), Landesverband Rheinland-Pfalz, zum Ausgang der Wahl: „Bei der Sozialwahl 2017 haben die Versicherten entschieden, dass in unseren Sozialversicherungen auch weiterhin christlichen Werte eine Stimme haben.“

Über 50 Millionen Versicherte bundesweit waren bis zum 31. Mai dazu aufgefordert, über die Besetzung der Sozialversicherungsparlamente abzustimmen. „Jetzt steht fest, dass auch die christlichen Verbände wieder mit am Tisch sitzen werden“, freut sich der ACA Landesvorsitzende Martin Plail. Dazu zählen unter anderem die Deutsche Rentenversicherung Bund, die DAK-Gesundheit, die ikk classic sowie mehrere Berufsgenossenschaften. „Insbesondere aber die Erfolge auf regionaler Ebene gilt es zu betonen“, führt Plail weiter aus; „bei über 28 regionalen Sozialversicherungsträgern werden in Zukunft wieder Vertreterinnen Vertreter aus den christlichen Sozialverbänden Verbänden mitbestimmen!“

In den Verwaltungsrat der AOK Rheinland-Pfalz/ Saarland, in die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Rheinland-Pfalz und in den Verwaltungsrat der IKK Südwest sind 15 kompetente Mandatsträger*innen aus Kolping- und KAB-Diözesanverbänden in Rheinland-Pfalz gewählt worden. Sie werden sich christlich und einfach menschlich für Solidarität und Gerechtigkeit in der Sozialen Selbstverwaltung stark machen. Im Herbst werden die konstituierenden Sitzungen der Gremien die Mandate bestätigen und ihre Vergabe auf den Plätzen bestimmen.

„Das Engagement der drei christlichen Verbände wurzelt in einer langen Geschichte für mehr soziale Gerechtigkeit. Bereits seit über 110 Jahren ist die ACA hier aktiv. Die neu gewählten oder wieder bestätigten Mitglieder aus den einzelnen Verbänden stehen in dieser Tradition. Zu Ihrer Wahl gratuliere ich Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen Kraft für die kommenden Aufgaben“, so Martin Mohr, Geschäftsführer der ACA Rheinland-Pfalz.

Bei den aktuellen Sozialwahlen sind ACA-Vertreterinnen und Vertreter bei den nachfolgenden bundesunmittelbaren Trägern in die Selbstverwaltungsgremien gewählt worden:

Überregionale Versicherungsträger:
Deutsche Rentenversicherung Bund
DAK-Gesundheit
ikk classic
BIG direkt gesund
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

Regionale Versicherungsträger:

Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd
Deutsche Rentenversicherung Nordbayern
Deutsche Rentenversicherung Schwaben
Deutsche Rentenversicherung Rheinland
Deutsche Rentenversicherung Westfalen
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover
Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen
Deutsche Rentenversicherung Nord
Deutsche Rentenversicherung Saarland
Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz
Deutsche Rentenversicherung Hessen
Deutsche Rentenversicherung Berlin/Brandenburg
Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland

AOK Bayern
AOK Rheinland/Hamburg
AOK Nordwest
AOK Baden-Württemberg
AOK Niedersachsen
AOK Plus
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
AOK Hessen
AOK Nordost
AOK Sachsen-Anhalt
Unfallkasse Baden-Württemberg
IKK Südwest
Unfallkasse Berlin
IKK Gesund Plus

In der Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) Deutschlands haben sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschlands, das Kolpingwerk Deutschland und der Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) zusammengeschlossen. In Rheinland-Pfalz besteht die ACA aus Kolping und KAB.  

 

Weitere Ergebnisse der Sozialwahl 2017: www.aca-online.de

 

Präsident des Landessozialgerichts Dr. Gutzler zu Gast bei der ACA Rheinland-Pfalz

Kolping-und KAB-Mitglieder sind ehrenamtliche Sozialrichterinnen und Sozialrichter in Rheinland-Pfalz

Der Präsident des Landessozialgerichts Dr.Stephan Gutzler hat die Wichtigkeit der Arbeit der ehrenamtlichen Sozialrichterinnen und Sozialrichter von Kolping und KAB in Rheinland-Pfalz betont. Dies stellte er in einem Referat vor den Delegierten von Kolping und KAB am 25.Juni im Mainzer Kolpinghaus heraus.

In Rheinland-Pfalz sind 28 Kolping-und KAB-Mitglieder ehrenamtliche Sozialrichterinnen und Sozialrichter.

Die Lebenserfahrung und die Sicht der ehrenamtlichen Sozialrichterinnen und Sozialrichter als Arbeitnehmer und Versicherte sind in der Rechtsprechung der Sozialgerichte gefragt.

In einem Sozialgericht (1.Instanz) stehen dem/der Berufsrichter/in zwei ehrenamtliche Richterinnen und Richter zur Seite: Ein/e Vertreter/in der Arbeitgeber und ein/e Vertreter/in der Arbeitnehmer. So ist es durchaus schon vorgekommen, dass beide ehrenamtliche Richterinnen und Richter den/die Berufsrichter/in überzeugen konnten, den Urteilsspruch zu ändern, was im Rahmen des Gesetzes möglich ist.

Ehrenamtliche Richterinnen und Richter sind unfallversichert im Rahmen ihrer Tätigkeit und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Sie sind vom Arbeitgeber kraft Gesetzes für ihre Tätigkeit freizustellen.

Kolping-und KAB-Mitglieder sind als ehrenamtliche Sozialrichterinnen und Richter ein wichtiger Bestandteil der Rechtsprechung und somit des Sozialstaates in Rheinland-Pfalz!

Sie wirken u.a.an Klagen im Bereich der Sozialversicherungen (Kranken-,Renten-,Pflege-und Unfallversicherung) an den Sozialgerichten mit. Vier KAB-und Kolpingmitglieder in Rheinland-Pfalz sind ehrenamtliche Sozialrichterinnen und Sozialrichter am Landessozialgericht (2.Instanz).

Die ACA Rheinland-Pfalz, die ein Zusammenschluss ist von Kolping und KAB in Rheinland-Pfalz für die soziale Selbstverwaltung, war Initiator dieser Veranstaltung.

Die Delegierten beschlossen ebenfalls die Wahllisten für die Sozialwahlen im kommenden Jahr. Die ACA Rheinland-Pfalz ist bereits jetzt mit ehrenamtlichen Mitgliedern in den Verwaltungsräten bzw.Vertreterversammlung (den „Parlamenten“) der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, der IKK Südwest und der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz vertreten. Die ACA tritt bei den Sozialwahlen im nächsten Jahr dort wieder an.

Die Versicherten von DGB und ACA bestimmen gemeinsam mit den Arbeitgebern durch ihre gewählten Vertreter die wesentlichen Belange der Sozialversicherungen.

Die Sozialwahlen im Mai 2023 sind nach der Europa-und Bundestagswahl die größte Wahl in Deutschland.

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